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Bonga Kwenda

Swinga Swinga

Barceló de Carvalho, aka Bonga Kuenza (auf Deutsch in etwa: Der Suchende "), wurde 1943 in Angola geboren. Nach der Einführung der Unabhängigkeit in den 60er Jahren begann er, wie so viele andere junge Menschen seiner Generation, zu komponieren und zu sin
Art.Nr.: PIR-00008
Swinga Swinga
Label: Piranha
1 Woche
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Die jungen Musiker, die die angolanische Kultur fördern wollten, wurden von den portugiesischen Kolonialbehörden nicht sehr geschätzt und so emigrierte der Angolaner Bonga Kuenza vor dem Hintergrund der Verurteilung der Kolonialpraktiken Portugals durch die UNO (angezettelt durch Amilcar Cabral, der im darauffolgenden Jahr ermordet wurde) mit kaum 28 Jahren nach Rotterdam.

Dort lebt er inmitten der dort ansässigen großen kapverdischen Gemeinschaft. Die Angolaner träumten zu dieser Zeit von einer besseren Welt, hofften auf die Unabhängigkeit und dachten mit schmerzvoller Sehnsucht an die Daheimgebliebenen.

Zusammen mit kapverdischen Musikern aus der niederländischen Diaspora nahm Bonga sein erstes Album Angola 72 “ für das Label Morabeza auf. “Angola 72” gilt heute noch als eines der herausragendsten Alben in der modernen afrikanischen Musikgeschichte. Es ist eine Mischung aus traditionellen und neuen Kompositionen mit sehr engagierten Texten, die entweder in Portugiesisch, meistens aber in Calao gehalten sind, der Umgangssprache der angolanischen Hauptstadt Luanda, in der Portugiesisch und Kimbundu vermischt sind.

In Bongas Musik ist die regionale Herkunft deutlich zu erkennen. Die erzählenden Gitarren sind beeinflusst von der zairischen Rumba und die mitunter stampfende Perkussion hat ihre Wurzeln in der Popmusik Südafrikas, die die angolanische Musik wesentlich geprägt hat. In den letzten 10 Jahren spielte er hauptsächlich mit den “Semba Masters “ aus Lissabon. Die Gruppe besteht aus angolanischen, teils sehr jungen Musikern, aber auch aus wirklichen Veteranen wie Betinho Feijo, der als einer der größten Meister der Semba Gitarre (Semba ist der angolanische Samba) gilt.

Jeder, der gezwungenermassen ins Exil gegangen ist, weiss, wie wichtig es ist, dort seine nationale Identität zu wahren. Musiker haben glücklicherweise die Möglichkeit, dies durch ihre Musik zu manifestieren. Bonga Kuenza kann mehrere Lieder davon singen. Erst nach der Unabhängigkeit seines Landes konnte er nach weiteren Stationen in Lissabon und Paris in seine Heimat Angola zurückkehren. Angola ist durch seine ehemalige koloniale Abhängigkeit stark von Portugal beeinflusst worden und dies schlägt sich dann auch teilweise im Repertoire der Künstler nieder. Bonga singt mal in Angolanisch, mal in Portugiesisch. Mal zum Zuhören, mal zum Mittanzen. Morna- und Fado-Elemente finden sich genauso wieder, wie südafrikanische Einflüsse und musikalische Anleihen aus dem nahen Zaire. Und wer den brasilianischen Forró kennt, wird auch Parallelen zum afrikanischen Erbe in Salvador da Bahia entdecken. Obwohl Bonga bis heute in Europa nicht annähernd den Bekanntheitsgrad seiner Heimat erreicht hat, tauchen viele seiner Stücke immer und immer wieder in Spielfilmen auf, wie zum Beispiel in Cedric Klapischs Film “Chacun Cherche Son Chat “ von 1996.

Ganz nebenbei war Bonga auch noch Profifußballer in der portugiesischen Nationalmannschaft und hielt über 10 Jahre lang den Rekord im 400 Meter-Lauf.”

Titel

01. Mariquinha
02. Mukanji
03. Praca
04. Ungu-dikanza / Galinha Kassafa
05. Avijota
06. Monakin’ Gui Xica
07. Olhos Molhados
08. Kisselengenha
09. Makongo
10. Mama Lala – Muadiakime
11. Jigonca

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Art.Nr.: PIR-00008  
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